Taekwon-Do Kid's

Taekwon-Do - eine koreanische Kampfkunst - wurde im Jahre 1965 von einer Abordnung höchster Danträger, zu deren Mitgliedern Kwon, Jae-Hwa zählte, in der ganzen Welt verbreitet und wird seitdem auch hier in Europa unterrichtet. Die Entstehung des Taekwon-Do liegt in der koreanischen Geschichte begründet,

Der Begriff Tae Kwon - Do setzt sich aus drei Silben zusammen und bedeutet soviel wie:

Weg des Fußes und der Hand

In den ersten Jahrhunderten nach Christi war das Gebiet des heutigen Korea in 3 Königreiche aufgeteilt: Kogoryo im Norden, Baek Je im Südwesten und Silla im Südosten, wobei Kogoryo das flächenmäßig weitaus größte war. Um dieser wirtschaftlichen und militärischen Bedrohung entgegenzutreten förderte vor allem Silla die geistigen Grundlagen des Volkes und entwickelte vielerlei Systeme die diese nährten und verbesserten. Talentierte Jugend wurde in der von König Chin-Hung im 6. Jahrhundert gegründeten Organisation Hwarang-Do aufgenommen und im Ideengut des Zen unterrichtet, womit neben verschiedenen Künsten und Wissenschaften auch die Selbstverteidigung gelehrt wurde. Somit war der elementare Baustein zur Entstehung und Entwicklung des Taekwon-Do gelegt. Die aus diesem Ideengut resultierende Stärke ermöglichte eine friedvolle Vereinigung der 3 Königreiche unter der Leitung Sillas. 800 Jahre wurde Taekyon - so der damalige Name des Taekwon-Do - weitergepflegt und vervollkommnet. Da im Laufe der Zeit die äußeren Einflüsse verblaßten, erlahmte auch die schöpferische Kraft des Volkes. Die Entwicklung des Do stagnierte und wurde bis zum Beginn der Lee-Dynastie nur noch von kleinen Gruppen am Leben erhalten und in der öffentlichen Ausführung verboten. 

Bis im Jahre 1910 durch die Besetzung japanischer Truppen erneute Bedrohung von außen zu einer Wiederaufnahme des Taekyon führte und Korea auch diese Zeit ohne Schaden überstand. Um Taekyon nach der Niederlage Japans im Jahre 1945 der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wurde unter der Führung Generals Choi, Hong-Hi eine Bewegung mit der Aufgabe der Neuordnung des Taekyon und der Gründung einer Organisation ins Leben gerufen. Zu dieser Zeit wurde von einem Komitee, dem bedeutende Persönlichkeiten Koreas angehörten der Name Taekyon in Taekwon-Do umgeändert - "Weg des Fußes und der Hand". 

Im asiatisch-philosophischen Verständnis sowie auch in der Naturheilkunde Asiens bezeichnet man:
  • die Hände ("Kwon") als Himmel ("Yang") = "Chon"
  • die Füße ("Tae") als Erde ("Yin") = "Ji"
  • den Weg ("Do") als Mittler, Mensch = "In"

Also könnte man Traditional Taekwon-Do auch als "Weg von Himmel und Erde" ("Chon Ji Do") oder aber besser als die "Lehre von Himmel, Erde und Mensch" ("Chon Ji In") übersetzt verstehen. Chon Ji In bedeutet somit die Lehre von der Stellung des Menschen als Mittler zwischen Himmel und Erde, aber auch vom Weg zur Harmonisierung der Kräfte in Einklang mit dem Geist des Kosmos (Yin-Yang-Prinzip).

Die Silbe Tae besagt:  

mit dem Fuß springen, schlagen, zerstoßen und umschreibt damit alle Fußtechniken

Kwon heißt:

das Schlagen und Zerspalten mit der Hand und steht für alle Arm- und Handtechniken

Do:

ist der schwierigste Begriff und sicher nur unzureichend mit "geistiger Weg" übersetzt. Dieser Weg führt zur Harmonie und Einheit von Körper, Geist und Seele, zur Erkenntnis des wahren Wesens der Welt.

Höflichkeit, Rechtschaffenheit, Beharrlichkeit, Selbstbeherrschung und ein unbeugsamer Wille sind Grundsätze des Do. Denn tatsächlich bedeutet Do mehr als nur eine Kampfmethode. Es ist ein Weg, dem Leben zu begegnen. Taekwon-Do ist nicht nur eine der wirksamsten Formen der Selbstverteidigung, sondern stellt auch einen Verhaltenskodex dar. Wer dem Weg des Do folgt, wird der Arbeit, Ausbildung und allen anderen Aufgaben mit den selben fünf Grundsätzen begegnen. Die Kombination dieser drei Bestandteile führt zu Traditional Taekwon-Do, eine wirkungsvolle Kunst, das Leben zu meistern.